• Die Zahl der behandelten Fälle ist auf 4'757gestiegen
  • Lehman Brothers, Kaupthing Bank und Absolute-Return-Produkte dominierten die Fälle
  • Nicht immer trägt die Bank die Schuld am Verlust
  • Rund 224'000 Unique Visitors auf Bankenombudsman-Website
Wie der Schweizerische Bankenombudsman an seiner Jahresmedienkonferenz am Dienstag in Zürich erklärte, war das Jahr 2008 von einer zuvor noch nie beobachteten Fallexplosion geprägt.

Zwar stieg die Zahl der Fälle bereits im ersten Halbjahr 2008 an. Doch wenige Tage nach dem  15. September 2008, dem Tag als Lehman Brothers die Insolvenz gemäss Chapter 11 beantragt hatte, schnellte die Zahl der dokumentierten Anfragen von Bankkunden explosionsartig in die Höhe und die Bankenombudsstelle wurde mit telefonischen Anfragen förmlich überrannt.
Im Berichtsjahr ist es nicht zu grossen Verschiebungen bei den Anfragen aus den drei Landesteilen bzw. dem Ausland gekommen. Die deutlichste Änderung ist bei den aus dem Ausland eingehenden Fällen festzustellen, die von 35% auf 39% zugenommen haben. Damit hat sich der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend fortgesetzt. Zum Vergleich: 2003 stammten lediglich 26% der Fälle aus dem Ausland.
Mit insgesamt 1'467 Kundenanfragen im Berichtsjahr 2006 verzeichnete die Ombudsstelle im Vergleich zum Vorjahr (1'495) leicht weniger Anfragen. Damit scheint sich die rückläufige Tendenz der letzten drei Jahre abgeschwächt zu haben. Von 744 (Vorjahr: 782) schriftlich eingereichten Dossiers konnten 660 (711) Fälle abgeschlossen werden, was im Durchschnitt über 2.5 gelösten Fällen pro Arbeitstag entspricht. 84 (71) Fälle blieben über das Jahresende hinaus pendent.